14. April 2017

Sablés au matcha und ein unheimlicher Mondhimmel



Im asiatischen Raum gibt es ganz viele Süßigkeiten mit Matcha-Geschmack: Kit-kat, Oreo-Kekse, Waffelröllchen und nicht zu vergessen den wunderbaren Matcha-Sponge-Cake, den ich in Hongkong auf der Insel Cheung Chau geniessen durfte.

Matcha-Pulver gibt es auch in Europa zu kaufen. Meist in kleinen 30g Döschen bei Tee-Gschwendner sowie bei Veganz oder im DM-Markt für zwischen 10 und 20 Euronen. Zum Kochen würde ich keinen hochpreisigen Premium Matcha verwenden sondern die Culinary-Variante.

Meine Matcha-Sablés sind ganz leicht zu machen und schmecken sehr fein. Meine Tochter behauptet, das seien die besten Kekse die ich je gemacht hätte!

Sablés au matcha


250g Mehl
175g Butter
125g Puderzucker
2 Eigelb (M-L)
10g Matcha-Tee
1 TL Vanille-Essenz
1 Prise Salz

Das Mehl mit dem Matcha vermischen
 und in eine Schüssel sieben.
 Die Butter schaumig schlagen, das Salz zufügen
 und nach und nach den Zucker unterrühren.
 Jetzt die Eigelb  hineingeben und gut vermischen.
 Danach die Vanille-Essenz zufügen.
Das Matcha-Mehl nach und nach unterrühren.
Aus dem Teig zwei Rollen formen und in Klarsichtfolie gehüllt (ich lege sie auf eine Platte und decke sie mit einem frischen Spültuch ab) im Kühlschrank am besten über Nacht ruhen lassen. Mindestens aber 2 Stunden.



Am nächsten Tag den Teig in Scheiben schneiden 
und auf einem Backblech verteilen - 
nicht zu eng, denn sie gehen etwas auf.
 (Tipp: Wer möchte, kann die Rollen vor dem Schneiden noch in Kristallzucker wälzen.)
Bei 175° im Backofen ca 12 - 15 Minuten backen.
Abkühlen lassen




Ein perfektes Oster-Mitbringsel, oder Darreichung für den Oster-Kaffeetisch!

Neulich überraschte uns der Abend mit einem solchen, schon fast gruseligen Mond-Wolken-Szenario:





Ich dachte mir: Wenn das nichts für Katjas Himmelsbilder ist?

Ein wunderbares Osterwochenende
Gros bisou
Sandra

Himmelsbilder verlinkt mit Raumfee

11. April 2017

Creadienstag - Ostergruß-Karten {3 Versionen}


Verlinkt mit Creadienstag

Dieses Jahr habe ich mir überlegt mal Osterkarten zu verschicken! Ich habe mich hingesetzt und drei Versionen gebastelt.

Version 1: Origami-Hasen

Aus Origami-Papier einen Hasen nach youtube-Anleitung falten und mit einem kleinen Stück UHU-Posterstrip auf eine weiße oder farbige Grußkarte aufkleben. Das hat den Vorteil, dass der Empfänger den Hasen von der Karte lösen und ihn als Deko aufstellen kann.



Version 2: Stempelhasen

Eine Zeichnung von einem Hasen anfertigen und die Umrisse mit weichem Bleistift fest aufzeichnen. Das Blatt umdrehen und auf einen weißen Radiergummi drücken. Mit dem Lineal vielleicht noch einmal drüberstreichen, damit sich die Bleistiftfarbe auch wirklich auf den Radiergummi überträgt. Dann mit Linolschnitt-Werkzeug den Radiergummi um den Hasen herum wegschnitzen. In Stempelfarbe drücken und auf die Karte übertragen.




Version 3: Scherenschnitt

Hasenschablonen anfertigen und auf schönes Papier, wie Origami- oder auch Geschenkpapier, übertragen und auf die Grußkarte aufkleiben.


Viel Spaß beim Nachbasteln!

Gros bisou
Sandra

verlinkt mit Creadienstag!Creadienstag

8. April 2017

Samstagsplausch über meine Woche und was ihr über das Internet wissen solltet!



Man könnte diese Woche als <flat-tire-week> bezeichnen!
Pünktlich zum Frühlingsbeginn und zum Ausbruch einer ausdauernden Schön-Wetter-Phase, empfing mich mein 1967er Gazelle-Rad mit einem Platten! Natürlich am Hinterrad - wie sollte es auch anders sein?

Da ich zur Kategorie "Selbst ist die Frau" gehöre habe ich mir kurzerhand ein youtube-Video herausgesucht in dem ein netter junger Mann beschreibt, wie man das Hinterrad eines Gazelle-Rades ausbaut, ein weiteres darüber, wie man den Schlauch entfernt und den neuen einsetzt und ein drittes darüber, wie man das Hinterrad wieder einbaut.

Wie ihr sicherlich schon ahnen könnt, war der Ausbau schnell gemacht der Einbau jedoch von Verwünschungen, Flüchen und Tränen der Resignation begleitet!
Montagmorgen habe ich das Rad schnell ausgebaut, dabei aber gemerkt, dass ein Rad, das 50 Jahre auf dem Rahmen hat, ein ganz klein bisschen anders ausschaut, als Eines jüngeren Datums. Ich beschloss also, das Hinterrad unbedingt am selben Tag wieder einzubauen, um nicht zwischenzeitlich zu vergessen, wo die ganzen Einzelteile hinkommen, die in dem Video des jungen Mannes irgendwie keine Rolle spielen.



Mit meiner Freundin fuhr ich zum Fahrradladen um festzustellen, dass er montags geschlossen hat! Klar ja war! Wir haben zum Glück noch einen Zweiten auf dem Weg unserer langen Besorgungsliste gefunden, der auch meine Schlauchsorte vorrätig hatte. Puh!
Das Einsetzen des Schlauches bzw. den Mantel davon zu überzeugen, dass er in die Felge zurück soll, war eine ziemliche Fummelei, aber richtig komplizwickt war das saubere Verschließen des Kettenschutzes. Diese optisch sehr ansprechende Besonderheit eines Hollandrades ist einfach zu öffnen, aber leider schwierig wieder festzuzurren. Besonders geärgert hat mich eine kleine u-formige Metallspange, die man in zwei Täschchen der Kettenumhüllung hineinpfriemeln muss. Das wichtigste Teil für eine schleiffreie Nutzung und das am schlechtesten Ausgeklügelte des ganzen Fahrrades. Zum Glück kam mein Mann in dem Moment nach Hause als sich meine Transformation zum alles zerstörenden Godzilla ankündigte und half mir mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Händen. Tja, nu fährt es wieder!

Gestern habe ich dann geschafft einen Platten in unser Auto zu fahren. Fragt mich nicht: Eine Sekunde lang unaufmerksam gewesen, Bürgersteigkante erwischt, zack! PFFFFFFFT.
Wieder musste ich auf die Hilfe meines Liebsten warten, damit wir gemeinsam den geschrotteten Reifen gegen einen Sommerreifen austauschen konnten. Heute musste ich dann die restlichen drei auch noch wechseln lassen. Zum Glück sind in der nächsten Saison eh neue Winterreifen fällig, da war es finanziell wenigstens kein Desaster.

Zwischendurch habe ich noch die Unterlagen vorbereitet die wir für unser Visum für unsere Fahrt nach Russland brauchen, habe Osterkarten gebastelt (nächsten Dienstag zeige ich sie euch) und leckere Kekse gebacken. Töchterchen ist zu den Semesterferien nach Hause gekommen und am Wochenende fahren wir die Schwiegereltern besuchen! 

Nun zum Internet:

Mehrfach bin ich in der letzten Zeit über eine Aussage gestolpert, die ich erst nicht glauben konnte:
Preisdiskriminierung im Internet!
Je nach dem wer nach einem Flug, Airbnb-Apartment, oder sonst irgendwas sucht, bekommt einen unterschiedlichen Preis angezeigt. Es geht dabei nicht darum, dass sich die einzelnen Anbieter versuchen zu unterbieten, sondern darum den Nutzern denjenigen Preis anzubieten, den dieser spezifische Nutzer noch so gerade zu bezahlen bereit ist. 
Wie David Runciman es in der Episode "Power in the Digital Age" seines Podcasts "Talking Politics" es ausdrückt:

 "...if you want to pay for stuff cheaply online, you can't look for cheap prices, you have to pretend to be poor.  The poorer you can persuade the machines that you are, the cheeper it will be..." Link zum Podcast

Folgende Artikel scheinen diese Aussage zu bestätigen:


Ein Mac User bekommt demnach einen teureren Preis angezeigt als jemand mit einem normalen PC. Jemand, dessen IP Adresse am Starnberger See liegt ebenfalls, sowie diejenigen, deren Internetrecherche einen gewissen Wohlstand antizipieren lässt.
Abgesehen von dieser an sich schon schockierenden Tatsache, stellt sich wieder mal die Frage, was mit unseren persönlichen Daten geschieht, die wir täglich bewusst oder unbewusst ins Netz hinausposaunen. 
Das was viele Apps so praktisch und praktikabel macht, basiert allerdings auf diesen persönlichen Details, die wir teilen. Aus unseren Netzgewohnheiten werden nicht nur personalisierte Werbeanzeigen generiert, sondern sie fließen auch in die Software-Entwicklung ein und helfen, Anwendungen, Programme und Apps reibungsloser und nutzerfreundlicher funktionieren zu lassen.
Wenn jeder Nutzer peinlich genau darauf achtete, keine Fußabdrücke zu hinterlassen, könnte diese positive Entwicklung nicht erfolgen. Eine Gradwanderung also.
Man muss sich jedoch immer im Klaren darüber sein, dass das meiste, was im Netz vorgeblich umsonst zu haben ist, dennoch Profitziele verfolgt. Sei es durch die geschickte Platzierung von Werbung oder durch den Verkauf der von Nutzern zur Verfügung gestellten Daten.
Außerdem werden viele Nutzer über sogenante "Dark Patterns" in der Nutzeroberfläche bewusst dazu gebracht unbewusste Kaufentscheidungen zu treffen, oder  Mitgliedschaften wie Newsletter zu abonnieren,
"Grey Patterns" schließlich sind solche, die dafür sorgen, dass es dem Nutzer schwer gemacht wird, die für ihn optimale Lösung zu wählen. Ein gutes Beispiel für Windows User war diese unendlich lästige Aufforderung Windows ich-weiß-nicht-wieviel zu installieren. Oder man kriegt es einfach nicht hin, sich von einem Newsletter abzumelden. Bei Updates von Programmen erscheint der Bestätigungsbutton für das gefragte und noch ein anderes, ungewolltes Update viel größer und sichtbarer, als derjenige, für das einzelne Update.

Das alles hat System: dafür zu sorgen, dass Geld in die Taschen der Programmierer und Webseitenbetreiber fließt! Selbst, wenn man sich als Nutzer vermeintlich dem vollkommenen Wettbewerb gegenüber sieht - es ist nicht so!

Ich werde zum Flügebuchen jetzt zum Test mal in der Stadtbücherei den öffentlichen Computer benutzen! Nur so zum Vergleich....!

Wem ich das Wochenende jetzt noch nicht restlos verdorben habe und noch näheres wissen möchte kann ich die Episode "Global Community" aus dem Podcast "Let's Know Things" empfehlen, sowie die Webseite "Dark Patterns", und den nun schon mehrfach aufgetauchte Artikel "Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt" aus "das Magazin" u.a. zum Thema Nutzung von Facebook-Verhalten zu Wählerbeeinflussung.

Trotzdem ein schönes Wochenende
Gros bisou 
Sandra

Verllinkt mit Samstagsplausch



4. April 2017

creadienstag - Ein Hochbeet bauen



Dieses Hochbeet haben wir uns letztes Jahr gebaut. Es hat zusammen keine hundert Euro gekostet und uns wahnsinnig viel Freude gemacht.
Wir haben sehr lehmigen Boden bei uns und deshalb ist ein Hochbeet sehr praktisch, da man es mit Kompost und Blumenerde füllen kann und sich das mühsame Umgraben erspart!

Man braucht vier verzinkte Keile, die in den Boden getrieben werden, vier Kanthölzer die man darin verschraubt und wir haben hier 6 Bretter à 180 cm x 16cm und 6 Bretter à 90 cm zugeschnitten. Wir haben das Hochbeet innen noch mit Folie ausgeschlagen, damit die Erde sich nicht durch die Ritzen davon macht.



Als Werkzeug benötigt man eine Bohrmaschine, 56 Edelstahl-Holzschrauben, einen Tacker und einen großen Hammer. Eine Wasserwaage ist auch ganz hilfreich.

Zunächt haben wir die Kanthölzer in die Keile gesteckt und mit je zwei Schrauben festgeschraubt.

Damit der Abstand stimmt, haben wir schon mal die Kanthölzer an je 2 kurze und 2 lange  Bretter geschraubt, um einen Rahmen zu erhalten. Diesen haben wir dann mit Hilfe des Hammers in den Boden getrieben. Mit der Wasserwaage haben wir kontrolliert, ob die Konstruktion gerade ist. Danach haben wir die übrigen Bretter angeschraubt. Dann muss man nur noch die  Folie zuschneiden, den Kasten von innen ausschlagen und festtackern.



Jetzt geht's ans Füllen: Zunächst habe ich grobes Material hineingelegt wie Zweige, Reste vom Baumschnitt etc. Darauf kam unser ganzer Biomüll, der sich so angesammelt hatte und zum Schluss eine ganze Menge Erde. Ich weiß leider nicht mehr wie viel es war - ich weiß nur noch: es war seeeehr viel!

Wie man auf dem Foto sieht, beginnt dieses Jahr mit Radieschen und Knoblauch, den ich in die Erde gesteckt habe, weil er schon so stark gekeimt hatte, dass man ihn nicht mehr essen konnte. (Das Gitter ist übrigens gegen die Katzen, die das Beet gerne als Klo misbrauchen :-( )

Letztes Jahr hatten wir reichlich Ertrag an Freiland-Salatgurken und ganz besonders an buntem Mangold (Bright Lights). Ich habe beides direkt ins Beet gesät und bis in den Oktober hinein geerntet!

Kapuziner-Kresse werde ich dieses Jahr nicht mehr säen, denn diese hat sich derartig breit gemacht, dass ich sie stark zurückschneiden musste.
Ansonsten hatte ich noch einen großen Strauch Borretsch (für Frankfurter Grüne Soße - und die blauen Blüten für den Salat), Möhren und rote Bete!




Dieses Jahr werden es wieder die Freiland-Salatgurken sein und selbstverständlich Mangold, desweiteren sind noch Erbsen in Planung! Ich freue mich schon!

Gros bisou ihr Lieben und einen schönen Frühling!
Sandra

Verlinkt mit Creadienstag